13/03/10: Hier ist jetzt Schluß
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Danke, das wär's.
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Der folgende Artikel entstand ursprünglich als Kommentar bei Metalust & Subdiskurse Reloaded. Daher etwas medias in res.
Tarski selbst hat die Anwendbarkeit seiner Wahrheitstheorie auf die natürlichen Sprachen ja bestritten, weil er natürliche Sprachen sozusagen für in sich unrettbar inkonsistent hielt (so habe ich ihn da zumindest in Erinnerung), da sich in natürlichen Sprachen beispielsweise das Lügnerparadoxon formulieren läßt. Die entscheidende Trennung zwischen Objekt- und Metasprache hatte auch gerade dessen Vermeidung zum Ziel: Wenn ich verlange, daß jede Aussage über Sätze der Objektsprache, insbesondere Aussagen der Form "S ist wahr", nicht zur Objektsprache selbst gehören dürfen, dann habe ich die Formulierung des Lügnerparadoxons erst einmal verhindert. Gewissermaßen ist das also ein ziemlich grober Trick, um sich um gewisse Dinge herumzudrücken. Andererseits hatte man danach zumindest für formale Kunstsprachen eine brauchbare Wahrheitsdefinition, und das war zumindest hinsichtlich der Grundlagenfragen in der Mathematik schon mal ganz nett.
Der Tarski-Schüler Richard Montague hat dann in den Siebzigern seinen Abfall vom Lehrer ziemlich eindrucksvoll inszeniert, indem er verkündete, er sehe zwischen formalen und natürlichen Sprachen keinen wesentlichen Unterschied und in drei Artikeln (The Proper Treatment of Quantification in Ordinary Englisch, Englisch as a Formal Language und Universal Grammar formale Analysen von Fragmenten des Englischen (in denen das Lügnerparadoxon auch nicht formulierbar ist) präsentierte, die es erlaubten, die Bedeutung (i.S.v. Wahrheitsbedingungen) einer recht eingeschränkten Reihe von Sätzen nicht nur formal zu explizieren, sondern auch ausgehend von den beteiligten Wörtern und der Satzstruktur zu berechnen. Eines der Hauptziele war dabei, bestehende Folgerungsbeziehungen zwischen natürlichsprachlichen Sätzen formal nachweisen zu können.
Die Analysen waren zwar nicht perfekt und beackerten wie gesagt noch einen sehr beschränkten Phänomenbereich, eröffneten aber neue Perspektiven und markieren den eigentlichen Startschuß für die Entwicklung der Wissenschaft von der Semantik natürlicher Sprachen. In wesentlichen Teilen ist das aber der Versuch, das in "Über Sinn und Bedeutung" angedeutete Programm durchzuführen. Die Hauptaufgabe ist dabei m.E. noch immer die Klärung der Frage, wie sich die Wahrheitsbedingungen von Sätzen aufgrund der enthaltenen Wörter und ihrer Zusammensetzung konstituieren, und wie gut diese Frage geklärt ist zeigt sich maßgeblich daran, ob sich die zwischen Sätzen bestehenden Folgerungsbeziehungen im Rahmen der Theorie formal nachweisen lassen.
Insofern geht es dann immer um mögliche Explikationen dessen, was beobachtbar der Fall ist. Aus "Hannes ist Junggeselle" kann ich auf "Hannes ist unverheiratet" schließen, aus "Hannes hat alle Werke von Shakespeare gelesen" und "Hamlet ist ein Werk von Shakespeare" auf "Hannes hat Hamlet gelesen". Dafür allein braucht man noch keine Theorie. Aufgabe der semantischen Theorie ist es, grammatisch-semantische Analysen der Sätze anzubieten, auf deren Basis sich diese Folgerungsbeziehungen nachweisen lassen und auf diese Weise das Verständnis der grammatisch-semantischen Strukturen von Sprachen insgesamt zu erweitern.
Tarski selbst hat die Anwendbarkeit seiner Wahrheitstheorie auf die natürlichen Sprachen ja bestritten, weil er natürliche Sprachen sozusagen für in sich unrettbar inkonsistent hielt (so habe ich ihn da zumindest in Erinnerung), da sich in natürlichen Sprachen beispielsweise das Lügnerparadoxon formulieren läßt. Die entscheidende Trennung zwischen Objekt- und Metasprache hatte auch gerade dessen Vermeidung zum Ziel: Wenn ich verlange, daß jede Aussage über Sätze der Objektsprache, insbesondere Aussagen der Form "S ist wahr", nicht zur Objektsprache selbst gehören dürfen, dann habe ich die Formulierung des Lügnerparadoxons erst einmal verhindert. Gewissermaßen ist das also ein ziemlich grober Trick, um sich um gewisse Dinge herumzudrücken. Andererseits hatte man danach zumindest für formale Kunstsprachen eine brauchbare Wahrheitsdefinition, und das war zumindest hinsichtlich der Grundlagenfragen in der Mathematik schon mal ganz nett.
Der Tarski-Schüler Richard Montague hat dann in den Siebzigern seinen Abfall vom Lehrer ziemlich eindrucksvoll inszeniert, indem er verkündete, er sehe zwischen formalen und natürlichen Sprachen keinen wesentlichen Unterschied und in drei Artikeln (The Proper Treatment of Quantification in Ordinary Englisch, Englisch as a Formal Language und Universal Grammar formale Analysen von Fragmenten des Englischen (in denen das Lügnerparadoxon auch nicht formulierbar ist) präsentierte, die es erlaubten, die Bedeutung (i.S.v. Wahrheitsbedingungen) einer recht eingeschränkten Reihe von Sätzen nicht nur formal zu explizieren, sondern auch ausgehend von den beteiligten Wörtern und der Satzstruktur zu berechnen. Eines der Hauptziele war dabei, bestehende Folgerungsbeziehungen zwischen natürlichsprachlichen Sätzen formal nachweisen zu können.
Die Analysen waren zwar nicht perfekt und beackerten wie gesagt noch einen sehr beschränkten Phänomenbereich, eröffneten aber neue Perspektiven und markieren den eigentlichen Startschuß für die Entwicklung der Wissenschaft von der Semantik natürlicher Sprachen. In wesentlichen Teilen ist das aber der Versuch, das in "Über Sinn und Bedeutung" angedeutete Programm durchzuführen. Die Hauptaufgabe ist dabei m.E. noch immer die Klärung der Frage, wie sich die Wahrheitsbedingungen von Sätzen aufgrund der enthaltenen Wörter und ihrer Zusammensetzung konstituieren, und wie gut diese Frage geklärt ist zeigt sich maßgeblich daran, ob sich die zwischen Sätzen bestehenden Folgerungsbeziehungen im Rahmen der Theorie formal nachweisen lassen.
Insofern geht es dann immer um mögliche Explikationen dessen, was beobachtbar der Fall ist. Aus "Hannes ist Junggeselle" kann ich auf "Hannes ist unverheiratet" schließen, aus "Hannes hat alle Werke von Shakespeare gelesen" und "Hamlet ist ein Werk von Shakespeare" auf "Hannes hat Hamlet gelesen". Dafür allein braucht man noch keine Theorie. Aufgabe der semantischen Theorie ist es, grammatisch-semantische Analysen der Sätze anzubieten, auf deren Basis sich diese Folgerungsbeziehungen nachweisen lassen und auf diese Weise das Verständnis der grammatisch-semantischen Strukturen von Sprachen insgesamt zu erweitern.
05/08/09: What it's all about
"Universities should not be in the business of locking words down," said Harvard computer science professor Harry Lewis, who stumbled upon the remarkable array of trademarks while surfing the university’s website in the spring. "We’re in the business of enlightening the world. To lock down common English phrases seems to be antithetical to the spirit of what universities are supposed to be about."
[boston.com via investoralist]
20/07/09: Deppenkarussell
Die derzeit vielleicht niveauniedrigste Institution der Bundesrepublik, detailliert erklärt: Klick.
19/05/09: Das Problem der logischen Allwissenheit
Schön auf den Punkt gebracht von C.J. Pollard:
[Hyperintensional Questions]
In short, it seems to be a consequence of MS [Montague Semantics] that a celebrity hotel
heiress devoted to parties and shopping knows whether the Riemann Hypothesis
is true. This is just one of the unsavory consequences of MS.
[Hyperintensional Questions]
19/05/09: GNU PG
Aus immer gegebenem Anlaß nun auch meine Schlüsseldaten:
Aktualisiert am 19.5.2009:
Public Key 0x8F335F4D
Fingerprint: B728 5EE2 8167 7F20 E3A2 7F5C 3984 F77C 8F33 5F4D
Aktualisiert am 19.5.2009:
Public Key 0x8F335F4D
Fingerprint: B728 5EE2 8167 7F20 E3A2 7F5C 3984 F77C 8F33 5F4D
12/04/09: Uschi von der Leyen!
Vielleicht - nur vielleicht - klappt's ja mit dem Babyboom, sobald Du damit aufhörst, Deinen Zuchtviechern in Interviews dick auf's Brot zu schmieren, daß sie mehr als das für Dich eben nicht sind. Stünde meine Entscheidung auf der Kippe, Uschi, ich entschiede mich gegen Kinder, bloß weil das eine der straffreien Möglichkeiten ist, Dich zu ärgern. Denk mal darüber nach. Sonst mußt Du vielleicht selbst wieder ran.
12/04/09: I am a banana!
12/04/09: Biometerrorismus
Mama: "Ich finde es blöd, daß man da [auf einem biometrischen Paßbild, D.L.] ein Gesicht machen muß wie so ein Strafgefangener."
Ich: "Das zeigt einem immerhin, welchen Status man als deutscher Bürger hat; insofern ist es ehrlich."
Ich: "Das zeigt einem immerhin, welchen Status man als deutscher Bürger hat; insofern ist es ehrlich."
30/03/09: Merkmalspolizei
Es ist so weit:

Wer den Witz nicht versteht, dem wird er in der Regel ziemlich schwer zu erklären sein.
Wer den Witz nicht versteht, dem wird er in der Regel ziemlich schwer zu erklären sein.
30/03/09: Nachdenken über Definitheit
She is the only one woman I would refer to as "the woman", so that's a truly definite description.
Hmm. Comments?
29/03/09: "fortune" mal wieder
Q: How do you play religious roulette?
A: You stand around in a circle and blaspheme and see who gets struck by lightning first.
A: You stand around in a circle and blaspheme and see who gets struck by lightning first.
25/03/09: To whom it may concern
Ich bin derzeit wieder da, wo ich ursprünglich herkomme.
25/03/09: Tatsächlich großartig
20/03/09: Was man so alles sagt...
Und ebenso zerstöre ich jeden physisch, der nochmal Bilder von mir bei StudiVZ einstellt. Physisch und endgültig. Shut down eternal.
Dereinst im ICQ-Chat.
20/03/09: Oh, sehr gut!
Das gibt es ja online!
20/03/09: I Love Definitions (III)
Worry is an emotion in which a person feels anxious or concerned about a real or imagined issue, ranging from personal issues such as health or finances to broader issues such as environmental pollution and social or technological change.
[Wikipedia]
19/03/09: Lost
But not alone.
18/03/09: Hobby

Hin und wieder wurde D. von einem ungeheuren Drang zur Heimtücke befallen.
17/03/09: Ausweg
Manchmal verschaffte D. sich Linderung, indem er andere leiden ließ.


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