"Die Bundestagsabgeordneten Werner Schulz (Grüne) und Jelena Hoffmann (SPD) zeigten sich dagegen enttäuscht darüber, daß ihre Klagen abgewiesen wurden. Das Gericht habe dem Bundeskanzler ein Auflösungsrecht geschaffen, mit dem der Kanzler alleine auf Grund seines Mißtrauens das Parlament auflösen könne, sagte Schulz nach der Urteilsverkündung. Die Abgeordneten müßten jetzt wieder um ihre Rechte kämpfen, um 'den Weg in eine Kanzlerdemokratie' zu verhindern.
Ähnlich äußerte sich Hoffmann. ';Ab heute regiert die Republik der Kanzler und nicht das Parlament';, sagte die SPD-Politikerin in Karlsruhe."
[FAZ.NET]
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, am 18. September wird gewählt, und wiedereinmal ziehen dunkle Wolken auf. Werner Schulz und Jelena Hoffmann neigen ihre Häupter in Sorge, das Ende der deutschen Demokratie ebenso wie den möglichen Verlust ihres gemütlichen Stühlchens im Reichstag bejammernd. Und wenn einem der Arsch derart auf Grundeis geht, dann sagt man auch schonmal ziemlich dumme Sachen. Zum Beispiel fängt man an, von einem "Auflösungsrecht" zu faseln, das der Bundeskanzler nun erhalten habe, und das es ihm erlaube - Obacht! - "alleine auf Grund seines Mißtrauens" das Parlament aufzulösen. Es ist schon erstaunlich, wie viel offensichtlichen Unsinn Werner Schulz mit so wenig Worten auszudrücken vermag: Es ist nämlich zum Ersten kein Auflösungsrecht für den Kanzler geschaffen worden; das besitzt alleine der Bundespräsident, und nur unter bestimmten Voraussetzungen - so, wie es seit fast sechs Jahrzehnten im Grundgesetz festgelegt ist. Und zum Zweiten - seien wir pingelig - ist das Mißtrauen des Kanzlers keinesfalls ein Grund für die Auflösungsentscheidung, sondern nur das Mißtrauen des Parlamentes, und genau das hat Schröder ja schließlich am 1. Juli ausgesprochen bekommen. Natürlich nicht von Werner Schulz und Jelena Hoffmann; die beiden hatten ein geradezu endloses Vertrauen in den Kanzler, weil er für sie ja schließlich der Garant für die angenehme Beschäftigungstherapie in Berlin war. Jetzt wollten sie sich vom Bundesverfassungsgericht bestätigen lassen, daß sie mit ihrem Vertrauen Recht hatten.
Aber ein Parlament funktioniert nun einmal demokratisch und ist nicht zwingend an die Meinungen von Schulz und Hoffmann gebunden. Es war das Parlament, das sich letztlich bereit erklärt hat, dem Kanzler das Vertrauen abzusprechen und dadurch den Weg zu seiner Auflösung frei gemacht hat. Und es war Bundespräsident Köhler, der die Auflösung beschlossen hat: Nach wie vor bestehen also zwei Hürden, die ein Kanzler nehmen muß, wenn Neuwahlen möglich werden sollen. Über die Bewertung der letzten Vertrauensfrage kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein, aber wer jetzt eine alleinige Entscheidungsgewalt des Kanzlers zu erkennen meint, der kann nicht denken oder verwechselt Ursache und Wirkung: Warum hat denn das Parlament dem Kanzler das Vertrauen entzogen? Doch nur auf seine Bitte hin. Der hätte es nicht nachzukommen brauchen.
Und daß jetzt der Kanzler und nicht das Parlament die Republik regiere, wie Frau Hoffmann behauptet, ist doch eigentlich erfreulich; es stellt sich damit nur die beunruhigende Frage, was die deutschen Regierungschefs bisher immer getan haben.
Ähnlich äußerte sich Hoffmann. ';Ab heute regiert die Republik der Kanzler und nicht das Parlament';, sagte die SPD-Politikerin in Karlsruhe."
[FAZ.NET]
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, am 18. September wird gewählt, und wiedereinmal ziehen dunkle Wolken auf. Werner Schulz und Jelena Hoffmann neigen ihre Häupter in Sorge, das Ende der deutschen Demokratie ebenso wie den möglichen Verlust ihres gemütlichen Stühlchens im Reichstag bejammernd. Und wenn einem der Arsch derart auf Grundeis geht, dann sagt man auch schonmal ziemlich dumme Sachen. Zum Beispiel fängt man an, von einem "Auflösungsrecht" zu faseln, das der Bundeskanzler nun erhalten habe, und das es ihm erlaube - Obacht! - "alleine auf Grund seines Mißtrauens" das Parlament aufzulösen. Es ist schon erstaunlich, wie viel offensichtlichen Unsinn Werner Schulz mit so wenig Worten auszudrücken vermag: Es ist nämlich zum Ersten kein Auflösungsrecht für den Kanzler geschaffen worden; das besitzt alleine der Bundespräsident, und nur unter bestimmten Voraussetzungen - so, wie es seit fast sechs Jahrzehnten im Grundgesetz festgelegt ist. Und zum Zweiten - seien wir pingelig - ist das Mißtrauen des Kanzlers keinesfalls ein Grund für die Auflösungsentscheidung, sondern nur das Mißtrauen des Parlamentes, und genau das hat Schröder ja schließlich am 1. Juli ausgesprochen bekommen. Natürlich nicht von Werner Schulz und Jelena Hoffmann; die beiden hatten ein geradezu endloses Vertrauen in den Kanzler, weil er für sie ja schließlich der Garant für die angenehme Beschäftigungstherapie in Berlin war. Jetzt wollten sie sich vom Bundesverfassungsgericht bestätigen lassen, daß sie mit ihrem Vertrauen Recht hatten.
Aber ein Parlament funktioniert nun einmal demokratisch und ist nicht zwingend an die Meinungen von Schulz und Hoffmann gebunden. Es war das Parlament, das sich letztlich bereit erklärt hat, dem Kanzler das Vertrauen abzusprechen und dadurch den Weg zu seiner Auflösung frei gemacht hat. Und es war Bundespräsident Köhler, der die Auflösung beschlossen hat: Nach wie vor bestehen also zwei Hürden, die ein Kanzler nehmen muß, wenn Neuwahlen möglich werden sollen. Über die Bewertung der letzten Vertrauensfrage kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein, aber wer jetzt eine alleinige Entscheidungsgewalt des Kanzlers zu erkennen meint, der kann nicht denken oder verwechselt Ursache und Wirkung: Warum hat denn das Parlament dem Kanzler das Vertrauen entzogen? Doch nur auf seine Bitte hin. Der hätte es nicht nachzukommen brauchen.
Und daß jetzt der Kanzler und nicht das Parlament die Republik regiere, wie Frau Hoffmann behauptet, ist doch eigentlich erfreulich; es stellt sich damit nur die beunruhigende Frage, was die deutschen Regierungschefs bisher immer getan haben.
"Liebevoll alles, vor allem auch Neuerungen akzeptieren, auch wenn wir es weder messen, schmecken, riechen, oder sonstwie nach 'anerkannten' Methoden nachweisen können. Wer glaubt, hat Recht, denn unser Wissen ist eine absolute Schmalspur im universellen Denken. Jene Menschen, die spirituell arbeiten, sind meilenweit voraus. Aber das begreift heute kaum einer."
Die Lösung lautet dann auch konsequent:
"Glauben Sie erst einmal alles,
Sie werden merken, daß nur ganz wenige
Informationen in den Mülleiner gehören,
ganz im Gegensatz der öffentlichen Meinung."
[www.verbraucher-selbstschutz.de - Institut für Vernetzung der Naturheilkunde]
Kurzum: Die ganze Welt ist strahlenverseucht, aber eine Fußmassage beim Heilpraktiker hilft über das Schlimmste hinweg; dennoch bleibt zu befürchten, daß bei den meisten Opfern der Tod vor dem 100. Lebensjahr eintreten wird. Geben Sie jedenfalls Acht, unterbinden Sie die Nuklearwaffentests in ihrem Keller und kaufen Sie Analkerzen aus Bienenwachs, nicht aus Paraffin. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, daß die Bienen sich nicht in strahlenverseuchtem Gebiet aufhielten (die Erde scheidet also aus).
Wenn Sie schließlich den Strahlentod sterben sollten, ändern Sie bitte zuvor noch schnell Ihr Testament und vermachen Sie ihr Vermögen Herrn Dr. Harald Grünert; mit seiner Zeitmaschine wird er Sie retten.
Die Lösung lautet dann auch konsequent:
"Glauben Sie erst einmal alles,
Sie werden merken, daß nur ganz wenige
Informationen in den Mülleiner gehören,
ganz im Gegensatz der öffentlichen Meinung."
[www.verbraucher-selbstschutz.de - Institut für Vernetzung der Naturheilkunde]
Kurzum: Die ganze Welt ist strahlenverseucht, aber eine Fußmassage beim Heilpraktiker hilft über das Schlimmste hinweg; dennoch bleibt zu befürchten, daß bei den meisten Opfern der Tod vor dem 100. Lebensjahr eintreten wird. Geben Sie jedenfalls Acht, unterbinden Sie die Nuklearwaffentests in ihrem Keller und kaufen Sie Analkerzen aus Bienenwachs, nicht aus Paraffin. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, daß die Bienen sich nicht in strahlenverseuchtem Gebiet aufhielten (die Erde scheidet also aus).
Wenn Sie schließlich den Strahlentod sterben sollten, ändern Sie bitte zuvor noch schnell Ihr Testament und vermachen Sie ihr Vermögen Herrn Dr. Harald Grünert; mit seiner Zeitmaschine wird er Sie retten.
18/08/05: Intelligent Falling
The Onion hat in der gestrigen Ausgabe einen sehr ausführlichen Bericht über die neue Theorie des 'Intelligent Falling', die mit Sicherheit dazu führen wird, daß die heilige Schrift wieder einen angemessenen Platz in den zeitgenössischen Naturwissenschaften einnehmen kann:
Proponents of Intelligent Falling assert that the different theories used by secular physicists to explain gravity are not internally consistent. Even critics of Intelligent Falling admit that Einstein's ideas about gravity are mathematically irreconcilable with quantum mechanics. This fact, Intelligent Falling proponents say, proves that gravity is a theory in crisis.
"Let's take a look at the evidence," said ECFR senior fellow Gregory Lunsden."In Matthew 15:14, Jesus says, 'And if the blind lead the blind, both shall fall into the ditch.' He says nothing about some gravity making them fall—just that they will fall. Then, in Job 5:7, we read, 'But mankind is born to trouble, as surely as sparks fly upwards.' If gravity is pulling everything down, why do the sparks fly upwards with great surety? This clearly indicates that a conscious intelligence governs all falling."
[The Onion, via Sisyphus Shrugged]
Proponents of Intelligent Falling assert that the different theories used by secular physicists to explain gravity are not internally consistent. Even critics of Intelligent Falling admit that Einstein's ideas about gravity are mathematically irreconcilable with quantum mechanics. This fact, Intelligent Falling proponents say, proves that gravity is a theory in crisis.
"Let's take a look at the evidence," said ECFR senior fellow Gregory Lunsden."In Matthew 15:14, Jesus says, 'And if the blind lead the blind, both shall fall into the ditch.' He says nothing about some gravity making them fall—just that they will fall. Then, in Job 5:7, we read, 'But mankind is born to trouble, as surely as sparks fly upwards.' If gravity is pulling everything down, why do the sparks fly upwards with great surety? This clearly indicates that a conscious intelligence governs all falling."
[The Onion, via Sisyphus Shrugged]
18/08/05: Anders gegen Einstein!
"Einsteins Relativitätstheorie besagt: Energie = Masse multipliziert mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Bereits hier hat Einstein vorausgesetzt, dass die ultimative Geschwindigkeit die LICHTGESCHWINDIGKEIT ist. Dann kann man c (wenn Lichtgeschwindigkeit) aber nicht ins Quadrat setzen, denn dies würde im Extremfalle bedeuten, dass man die Lichtgeschwindigkeit quadrieren kann. Genau dies bestritt Einstein. Er sagte, die Lichtgeschwindigkeit ist konstant (ich sage, nur der Äther ist konstant und zu ihm ist ALLES relativ, auch die Lichtgeschwindigkeit) und kann nicht erhöht und damit auch nicht quadriert werden. Meines Erachtens bin ich der einzige Mensch auf dieser Erde, der Einsteins Irrtum durch Einsteins eigene Formel widerlegt. Einstein erklärt die Lichtgeschwindigkeit als konstant und nicht zu erhöhen? Im gleichen Atemzug quadriert er sie (also c) in seiner Formel. Das geht doch wohl nicht, oder? Bereits wenn ich für c nur 1000 km/sec einsetze, platzt Einsteins Formel förmlich aus allen Nähten. Dann wäre nämlich c = 1000000 km/sec, also über dreimal höher als die Lichtgeschwindigkeit und würde zu einer Mega-Energie führen."
[christiananders.de]
Ähhh... ja!
Einer solch tadel- und lückenlosen Widerlegung habe ich natürlich nichts hinzuzufügen. Vor allem kann ich mir auch wirklich nicht vorstellen, daß das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit jemals zu einer 'Mega-Energie' führen könnte.

[Bildquelle: Wikipedia]
[christiananders.de]
Ähhh... ja!
Einer solch tadel- und lückenlosen Widerlegung habe ich natürlich nichts hinzuzufügen. Vor allem kann ich mir auch wirklich nicht vorstellen, daß das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit jemals zu einer 'Mega-Energie' führen könnte.

[Bildquelle: Wikipedia]
16/08/05: PETA; mit der Lizenz zu töten
Daß die Jungs und Mädels von PETA nicht mehr ganz sauber sind ist ja kein großes Geheimnis. 2003 gab es z.B. die "Holocaust auf Deinem Teller"-Kampagne, für die sich PETA dieses Jahr entschuldigt hat. Man kann die Holocaust-Opfer auch getrost in Frieden lassen, denn schließlich haben ja auch noch andere Menschen Schreckliches durchgemacht; da steht ein riesiges Reservoir an Leid und Unglück bereit, aus dem die PETA-Vergleichsspezialisten voller Wonne schöpfen können. Darum erwischt es jetzt - wen? Genau! Die Afroamerikaner (genauer: deren Vorfahren) sind dran. Tierzucht und -Haltung wird mit Sklaverei verglichen, Bilder geschlachteter Tiere solchen von gelynchten Menschen gegenübergestellt.
Das ist schon ziemlich schräg; aber, wie Majikthise bemerkt, es rechtfertigt noch nicht notwendigerweise die Rassismus-Vorwürfe, die erhoben worden sind. Denn wenn man, wie PETA es tut, Tieren die gleichen Rechte wie Menschen einräumt, dann folgt daraus auch notwendigerweise, daß Tötung und Nutzbarmachung von Tieren nicht weniger zu verurteilen sind als Tötung und 'Nutzbarmachung' von Menschen; und die Vergleiche der PETA dienen auch aus dieser Perspektive nicht der Herabwürdigung menschlicher Opfer, sondern der 'Heraufwürdigung' tierischer Opfer. Da aber nicht allzuviele die Ansicht der PETA teilen, entsteht natürlich ein ganz anderer Eindruck.
Wenn man sich aber kurz auf die Perspektive der Tierfreundchen einläßt, dann kann man sich fragen, was zu folgendem Verhalten zu sagen wäre: Ein um die Menschenrechte besorgter, aufopferungsvoller Mensch befreit eine Anzahl Sklaven, um ihnen die Freiheit zu schenken; da es aber irgendwie nicht möglich ist, die ganzen ehemaligen Sklaven auch irgendwo vernünftig unterzubringen und durchzufüttern, entscheidet er sich kurze Zeit später, sie von ihrem schweren Los zu befreien und schickt einen nach dem anderen in den Himmel.
Dem käme, bei Anwendung der PETA-eigenen Maßstäbe, das Verhalten der (amerikanischen) PETA selbst gleich:
"[L]ast week, two PETA employees were charged with 31 felony counts of animal cruelty each, after authorities found them dumping the dead bodies of 18 animals they had just picked up from a North Carolina animal shelter into a Dumpster. According to the Associated Press, 13 more dead animals were found in a van registered to PETA."
[San Francisco Chronicle vom 23. Juni 2005, via Sisyphus Shrugged]
Aus dem entsprechenden Artikel geht auch hervor, daß es sich bei erwähntem Vorgang nicht um einen bedauerlichen Einzelfall handelte. Im schlimmsten Falle könnte dies sogar die inoffizielle Politik der PETA sein; man muß sich nämlich nur für heilig genug halten, dann bringt man alles fertig.
"PETA assails other parties for killing animals for food or research. Then it kills animals -- but for really important reasons, such as running out of room." [ebenfalls San Francisco Chronicle vom 23. Juni 2005]
(Die Geschichte ist zwar nicht mehr ganz frisch; bisher hatte ich davon aber noch nichts gehört. War das in Deutschland/Europa eigentlich ein Thema? Und ob sich daraus auch Rückschlüsse auf europäische PETA-Zweige ziehen lassen, kann ich natürlich nicht sagen.)
Das ist schon ziemlich schräg; aber, wie Majikthise bemerkt, es rechtfertigt noch nicht notwendigerweise die Rassismus-Vorwürfe, die erhoben worden sind. Denn wenn man, wie PETA es tut, Tieren die gleichen Rechte wie Menschen einräumt, dann folgt daraus auch notwendigerweise, daß Tötung und Nutzbarmachung von Tieren nicht weniger zu verurteilen sind als Tötung und 'Nutzbarmachung' von Menschen; und die Vergleiche der PETA dienen auch aus dieser Perspektive nicht der Herabwürdigung menschlicher Opfer, sondern der 'Heraufwürdigung' tierischer Opfer. Da aber nicht allzuviele die Ansicht der PETA teilen, entsteht natürlich ein ganz anderer Eindruck.
Wenn man sich aber kurz auf die Perspektive der Tierfreundchen einläßt, dann kann man sich fragen, was zu folgendem Verhalten zu sagen wäre: Ein um die Menschenrechte besorgter, aufopferungsvoller Mensch befreit eine Anzahl Sklaven, um ihnen die Freiheit zu schenken; da es aber irgendwie nicht möglich ist, die ganzen ehemaligen Sklaven auch irgendwo vernünftig unterzubringen und durchzufüttern, entscheidet er sich kurze Zeit später, sie von ihrem schweren Los zu befreien und schickt einen nach dem anderen in den Himmel.
Dem käme, bei Anwendung der PETA-eigenen Maßstäbe, das Verhalten der (amerikanischen) PETA selbst gleich:
"[L]ast week, two PETA employees were charged with 31 felony counts of animal cruelty each, after authorities found them dumping the dead bodies of 18 animals they had just picked up from a North Carolina animal shelter into a Dumpster. According to the Associated Press, 13 more dead animals were found in a van registered to PETA."
[San Francisco Chronicle vom 23. Juni 2005, via Sisyphus Shrugged]
Aus dem entsprechenden Artikel geht auch hervor, daß es sich bei erwähntem Vorgang nicht um einen bedauerlichen Einzelfall handelte. Im schlimmsten Falle könnte dies sogar die inoffizielle Politik der PETA sein; man muß sich nämlich nur für heilig genug halten, dann bringt man alles fertig.
"PETA assails other parties for killing animals for food or research. Then it kills animals -- but for really important reasons, such as running out of room." [ebenfalls San Francisco Chronicle vom 23. Juni 2005]
(Die Geschichte ist zwar nicht mehr ganz frisch; bisher hatte ich davon aber noch nichts gehört. War das in Deutschland/Europa eigentlich ein Thema? Und ob sich daraus auch Rückschlüsse auf europäische PETA-Zweige ziehen lassen, kann ich natürlich nicht sagen.)
16/08/05: Feuer mit Feuer bekämpfen?
"Kauder kündigte zudem an, die Union wolle im Falle eines Wahlsiegs die Stelle eines Beauftragten für Bürokratieabbau schaffen."
"Althaus selbst hält dagegen einen eigens für Ostdeutschland zuständigen Minister in einem Kabinett Merkel nicht für nötig. 'Es muss keinen speziellen Ost-Minister, kein Ost-Ministerium geben', sagte er der 'Leipziger Volkszeitung'."
[FAZ.NET]
Wir fragen uns gerade, ob wir die Schaffung einer eigenen Stelle "eines Beauftragten für Bürokratieabbau" für paradox halten müssen. Wie soll das funktionieren? Wird jeder neue Gesetzesentwurf erst dem Beauftragten vorgelegt werden müssen, damit der entscheiden kann, ob das gute Stück auch unbürokratisch genug ist? Es ist zwar guter Wille erkennbar, aber 'Beauftragter für Bürokratieabbau' klingt jedenfalls schon mal seltsam.
Und ein Ost-Beauftragter? Wie wär's mit Stoiber - der ist wenigstens nicht zu zimperlich?
Zuviel Aktionismus und zuwenig Aktion, das alte Problem; schade eigentlich.
"Althaus selbst hält dagegen einen eigens für Ostdeutschland zuständigen Minister in einem Kabinett Merkel nicht für nötig. 'Es muss keinen speziellen Ost-Minister, kein Ost-Ministerium geben', sagte er der 'Leipziger Volkszeitung'."
[FAZ.NET]
Wir fragen uns gerade, ob wir die Schaffung einer eigenen Stelle "eines Beauftragten für Bürokratieabbau" für paradox halten müssen. Wie soll das funktionieren? Wird jeder neue Gesetzesentwurf erst dem Beauftragten vorgelegt werden müssen, damit der entscheiden kann, ob das gute Stück auch unbürokratisch genug ist? Es ist zwar guter Wille erkennbar, aber 'Beauftragter für Bürokratieabbau' klingt jedenfalls schon mal seltsam.
Und ein Ost-Beauftragter? Wie wär's mit Stoiber - der ist wenigstens nicht zu zimperlich?
Zuviel Aktionismus und zuwenig Aktion, das alte Problem; schade eigentlich.
16/08/05: Ein Video für kluge Bevölkerungsteile
In diesen Tagen hacken wieder einmal und immernoch (gewohnt schmalzig) alle ganz gemein auf Edmund Stoiber rum, wegen fast nichts, wobei das jetzt auch schon über vier Tage zurückliegt, und deshalb in dieser unserer schnellatmigen Zeit schon länst vergessen sein sollte! Wahrscheinlich entstehen solche Gehässigkeiten ohnehin nur, weil man Stoiber einfach noch nicht so richtig kennt und versteht; und was der Ossi nicht kennt, das wählt er nicht!
Wer also meint, daß er mit dem Ministerpräsidenten Bayerns noch nicht vertraut genug ist und dieses Defizit ausgleichen möchte, der kann mit einem eigens dafür von der CSU bereitgestellten Video [wmf - 18MB] beginnen, sich in die Akte Stoiber einzuarbeiten.
Ich finde z.B. sehr sympathisch, daß er Fleischkäse mag.
[via Die aktuelle Verachtung]
Nachtrag vom 19.8.2005: Das Video ist leider nicht mehr abrufbar; dafür verweist der obige - weiterhin unveränderte - Link jetzt direkt auf das C[D;S]U - Kompetenzteam, was ja immerhin etwas ist, wenn auch nicht unbedingt etwas gutes.
Man muß sich also anderweitig nach dem Meisterwerk umsehen. Ich würde es ja mit Freuden bereitstellen, aber dann käme wahrscheinlich Herr Beckstein vorbei und betriebe etwas Sicherheitspolitik mit mir; das möchte ich auf alle Fälle vermeiden! Der guckt eh schon so komisch.
Im Übrigen ist mir aufgefallen, daß es im Titel eigentlich dumme Bevölkerungsteile hätte heißen müssen, denn die klugen sind ja Stoiber, weshalb die ihn ja nicht mehr kennenlernen müssen. Happens.
Wer also meint, daß er mit dem Ministerpräsidenten Bayerns noch nicht vertraut genug ist und dieses Defizit ausgleichen möchte, der kann mit einem eigens dafür von der CSU bereitgestellten Video [wmf - 18MB] beginnen, sich in die Akte Stoiber einzuarbeiten.
Ich finde z.B. sehr sympathisch, daß er Fleischkäse mag.
[via Die aktuelle Verachtung]
Nachtrag vom 19.8.2005: Das Video ist leider nicht mehr abrufbar; dafür verweist der obige - weiterhin unveränderte - Link jetzt direkt auf das C[D;S]U - Kompetenzteam, was ja immerhin etwas ist, wenn auch nicht unbedingt etwas gutes.
Man muß sich also anderweitig nach dem Meisterwerk umsehen. Ich würde es ja mit Freuden bereitstellen, aber dann käme wahrscheinlich Herr Beckstein vorbei und betriebe etwas Sicherheitspolitik mit mir; das möchte ich auf alle Fälle vermeiden! Der guckt eh schon so komisch.
Im Übrigen ist mir aufgefallen, daß es im Titel eigentlich dumme Bevölkerungsteile hätte heißen müssen, denn die klugen sind ja Stoiber, weshalb die ihn ja nicht mehr kennenlernen müssen. Happens.
16/08/05: ZEITlos unwissend
Ich bin ein Freund der ZEIT; ich lese sie gerne und oft - wie man so blöd sagt - mit Gewinn.
Aber Größenwahn bleibt Größenwahn, auch bei einer großen deutschen Wochenzeitung:

Hier gesehen.
Aber Größenwahn bleibt Größenwahn, auch bei einer großen deutschen Wochenzeitung:

Hier gesehen.
15/08/05: Unsichtbare-Bücherei
The Invisible Library ist ein umfangreicher Katalog solcher Bücher, die in anderen Büchern oder in Geschichten erwähnt werden, eigentlich aber gar nicht existieren. Z.B. also "The Mad Trist" von Sir Launcelot Canning aus Poes "The Fall of the House of Usher" [Text "F" von 19501850] oder der zeitlose Klassiker: das "Necronomicon" (auch "Kitab Al-Azif") aus den Geschichten Lovecrafts (von dem ich noch immer fast nichts selbst gelesen habe, weil er mich, als ich es versucht habe, so unglaublich gelangweilt hat. Aber das kann ja auch noch werden).
[via Lehrerzimmer]
[via Lehrerzimmer]
15/08/05: Ost und West
"In einer Erhebung stellte das Allensbacher Institut für Demoskopie 2003 die Frage: 'Was ist letzten Endes wichtiger, Freiheit oder möglichst große Gleichheit, soziale Gerechtigkeit?'. 51 Prozent der Ostdeutschen antworteten, im Zweifel gehe Gleichheit vor Freiheit; nur 36 Prozent bevorzugten den Wert Freiheit. Dagegen antworteten 53 Prozent der Westdeutschen, im Zweifel gehe Freiheit vor Gleichheit, und 37 Prozent sagten, Gleichheit gehe vor Freiheit.
Die Mainzer Politikwissenschaftler Kai Arzheimer und Jürgen W. Falter sehen in solchen Umfrageergebnissen den Beleg dafür, daß in der DDR ein anderer Wertewandel als in der Bundesrepublik stattgefunden habe. Infolgedessen bevorzugten viele Ostdeutsche einen Staat, 'der massiv in die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eingreift, während Bürger der alten Bundesrepublik eher einem liberalen Demokratiekonzept anhängen'."
[FAZ.NET]
Die Mainzer Politikwissenschaftler Kai Arzheimer und Jürgen W. Falter sehen in solchen Umfrageergebnissen den Beleg dafür, daß in der DDR ein anderer Wertewandel als in der Bundesrepublik stattgefunden habe. Infolgedessen bevorzugten viele Ostdeutsche einen Staat, 'der massiv in die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eingreift, während Bürger der alten Bundesrepublik eher einem liberalen Demokratiekonzept anhängen'."
[FAZ.NET]
14/08/05: Vulva Deluxe
"Erektionen und so genannte Cum-Shots der weiblichen Sexualorgane zeigen, dass die Rahmenhandlung inszeniert sein mag, der Sex jedoch aus Realakten besteht."
(aus "Der gute alte Schnauzbart-Sex in Die Zeit Nr. 33, 2005)
Interessant, was weibliche Sexualorgane heute schon alles draufhaben (und auch damals schon draufhatten). Sehr fortschrittlich.
Nachtrag: Wikipedia sagt Folgendes: "This movie slang is less accurately applied to the actor's ejaculation proper, as the "shot" in "cum shot" is the shooting of a motion picture scene, not the ejaculation, though while filming such scenes the distinction may be blurred.
The cum shot is quite common as the conclusion of a scene within pornographic movies.When the cum shot was first popularized in pornography, it usually involved the man ejaculating in the general vicinity of the woman's vagina or on the small of her back, depending on the sexual position."
Somit sind also "Cum-Shots der weiblichen Sexualorgane" gar nicht so revolutionär, wie ich zuerst dachte.
(aus "Der gute alte Schnauzbart-Sex in Die Zeit Nr. 33, 2005)
Interessant, was weibliche Sexualorgane heute schon alles draufhaben (und auch damals schon draufhatten). Sehr fortschrittlich.
Nachtrag: Wikipedia sagt Folgendes: "This movie slang is less accurately applied to the actor's ejaculation proper, as the "shot" in "cum shot" is the shooting of a motion picture scene, not the ejaculation, though while filming such scenes the distinction may be blurred.
The cum shot is quite common as the conclusion of a scene within pornographic movies.When the cum shot was first popularized in pornography, it usually involved the man ejaculating in the general vicinity of the woman's vagina or on the small of her back, depending on the sexual position."
Somit sind also "Cum-Shots der weiblichen Sexualorgane" gar nicht so revolutionär, wie ich zuerst dachte.
14/08/05: Problems
Falls irgendjemand nach einem guten Einführungsbuch in die Philosophie sucht, so sei er hier auf Bertrand Russels "The Problems of Philosophy" verwiesen. Um in den Bereichen der Erkenntnis-/Wissenschaftstheorie 'warm' zu werden ist es hervorragend geeignet.
Dabei sollte man allerdings nicht übersehen, daß das Buch schon etwas älteren Datums (1912) ist, und deshalb auch nicht mehr ganz aktuell. Der Einfluß Karl Poppers, Wittgensteins und des Wiener Kreises ist noch nicht vorhanden; die verwandte geistige Ausrichtung ist aber durchaus feststellbar.
Dabei sollte man allerdings nicht übersehen, daß das Buch schon etwas älteren Datums (1912) ist, und deshalb auch nicht mehr ganz aktuell. Der Einfluß Karl Poppers, Wittgensteins und des Wiener Kreises ist noch nicht vorhanden; die verwandte geistige Ausrichtung ist aber durchaus feststellbar.
14/08/05: Irrelevant Design
"Indeed, ID proponents are tactically silent on an alternative to common descent. Teachers exhorted to teach ID, then, are left with little to teach other than "evolution didn't happen." (vom National Center for Science Education der USA)
Seltsam, oder? Man braucht zwar einen 'Designer', aber außer Designer sein tut der nichts. Was ist dann noch der Fortschritt im Vergleich zur Evolutionslehre, was hat man bewiesen, wo ist man hingelangt? Man macht es sich lediglich einfach; kneift bei bestimmten Fragen und sagt: "So war's!" anstatt weitere Forschung zu betreiben.
"In 1987 the Supreme Court ruled that teaching creationism in the public schools is unconstitutional.
ID proponents may argue that a neutral-sounding "intelligence" is responsible for design, but it is clear from the "cultural renewal" aspect of ID that a deity -– in particular, God as He is conceived of by certain conservative Christians -– is envisioned as the agent of design." (gleiche Quelle)
Das ist dann auch - zugegeben - nicht besonders überraschend.
[viaSemantics-Online semantics etc.]
Seltsam, oder? Man braucht zwar einen 'Designer', aber außer Designer sein tut der nichts. Was ist dann noch der Fortschritt im Vergleich zur Evolutionslehre, was hat man bewiesen, wo ist man hingelangt? Man macht es sich lediglich einfach; kneift bei bestimmten Fragen und sagt: "So war's!" anstatt weitere Forschung zu betreiben.
"In 1987 the Supreme Court ruled that teaching creationism in the public schools is unconstitutional.
ID proponents may argue that a neutral-sounding "intelligence" is responsible for design, but it is clear from the "cultural renewal" aspect of ID that a deity -– in particular, God as He is conceived of by certain conservative Christians -– is envisioned as the agent of design." (gleiche Quelle)
Das ist dann auch - zugegeben - nicht besonders überraschend.
[via
12/08/05: Joggel bloggelt!
Dann lautet die neue 'Definition' von Blog jetzt wohl:
blogs run by fifty-something politicians with at least an unhealthy interest in computers and power.
[vgl. plasticthinking.org]
blogs run by fifty-something politicians with at least an unhealthy interest in computers and power.
[vgl. plasticthinking.org]
12/08/05: I luv u and ur linguistics, man!
Auch Linguisten brauchen Fans; sie bekommen im Schnitt nicht so viele wie z.B. Nicht-Linguisten, aber diese wenigen sind dann auch erfüllt von Hingabe und zärtlicher Liebe. Und wer hat die tollsten und besten Fans? Richtig!
[von hier]
[von hier]
Ein ungewöhnlicher Aktionismus ergriff von mir Besitz und trieb mich, das zu tun, was schon lange überfällig war: Windows neu zu installieren.
Das sind natürlich unvorsichtig gewählte Worte; überfällig wäre, im strengen Sinne des Ausdruckes, natürlich nur die endgültige Deinstallation von Windows und die umgehende und dauerhafte Rückkehr zu Linux oder einem vergleichbaren System gewesen. Verschiedene Gründe stehen dem jedoch derzeit im Wege, unter anderem die Tatsache, das ich keinen Schimmer vom derzeitigen Stand der Linux-und-vergleichbare-Systeme-Entwicklung habe, ergo auch nicht weiß, ob damit zu rechnen wäre, daß Linux auf meinem Notebook ohne Probleme läuft; daß könnte ich natürlich auch einfach ausprobieren, oder ich könnte mich informieren, aber dem steht wiederum der allesumspannende Hauptgrund, nämlich meine grenzenlose Faulheit entgegen. Diese war es übrigens auch, die einer etwas frühzeitigeren Neuinstallation des Bösen und Albernen im Wege stand.
Das System war altersschwach und lag in den letzten Zügen. Man meinte oft, man könne es ächzen und stöhnen hören. Programme ließen sich nur noch sporadisch starten. Ob sie denn zu starten waren oder nicht, das schien von irgendwelchen geheimnisvollen Regeln bestimmt zu werden, die dem menschlichen Geiste nur fragmentarisch, gleichsam - man lobe bitte die originelle Metapher - wie die Spitze eines mächtigen und völlig irren Eisberges und als Symptome einer durchaus tödlichen Krankheit, sich offenbarten. Schließlich ergriff mich dann das Mitleid und trieb mich, meiner Faulheit zum Trotze, zum Unvermeidlichen: Gnädiger Sterbehilfe.
Nun verfüge ich also über ein frisch installiertes Windowssystem und damit auch prinzipiell über mehr Ansporn, mich wieder das ein oder andere Mal ins Internet zu begeben.
Von Mike bekam ich dann auch heute ebendort einen dezenten Hinweis darauf, daß ich ruhig mal wieder etwas bloggen (interessanterweise laut Dictionary Tool des Applebetriebssytems Tiger im Englischen ein intranistives Verb) könne. Und so tue ich denn nun auch das Dritte, wovon meine grenzenlose Fauhlheit mich abhielt: Ich verfasse einen Eintrag in diesem Journal. Dieses Journal ist sehr, sehr nachlässig behandelt worden; hätte ich jemals eine Stammleserschaft besessen, so wäre sie jetzt weg. Aber Mentalschnupfen ist nicht tot. Wenn sein Autor nur endlich seine zahlreichen Schreibhemmungen überwinden würde, so könnte Mentalschnupfen sogar vortrefflich blühen und gedeihen!
Und jetzt schreibe ich noch was: In die Einleitung und den Schlußteil einer wissenschaftlichen Hausarbeit gehört nichts inhaltliches, das nicht auch im Hauptteil zu finden wäre.
Und um mit meiner Weisheit heute keinen mehr ins Grab zu bringen, höre ich jetzt erstmal wieder auf!
Das sind natürlich unvorsichtig gewählte Worte; überfällig wäre, im strengen Sinne des Ausdruckes, natürlich nur die endgültige Deinstallation von Windows und die umgehende und dauerhafte Rückkehr zu Linux oder einem vergleichbaren System gewesen. Verschiedene Gründe stehen dem jedoch derzeit im Wege, unter anderem die Tatsache, das ich keinen Schimmer vom derzeitigen Stand der Linux-und-vergleichbare-Systeme-Entwicklung habe, ergo auch nicht weiß, ob damit zu rechnen wäre, daß Linux auf meinem Notebook ohne Probleme läuft; daß könnte ich natürlich auch einfach ausprobieren, oder ich könnte mich informieren, aber dem steht wiederum der allesumspannende Hauptgrund, nämlich meine grenzenlose Faulheit entgegen. Diese war es übrigens auch, die einer etwas frühzeitigeren Neuinstallation des Bösen und Albernen im Wege stand.
Das System war altersschwach und lag in den letzten Zügen. Man meinte oft, man könne es ächzen und stöhnen hören. Programme ließen sich nur noch sporadisch starten. Ob sie denn zu starten waren oder nicht, das schien von irgendwelchen geheimnisvollen Regeln bestimmt zu werden, die dem menschlichen Geiste nur fragmentarisch, gleichsam - man lobe bitte die originelle Metapher - wie die Spitze eines mächtigen und völlig irren Eisberges und als Symptome einer durchaus tödlichen Krankheit, sich offenbarten. Schließlich ergriff mich dann das Mitleid und trieb mich, meiner Faulheit zum Trotze, zum Unvermeidlichen: Gnädiger Sterbehilfe.
Nun verfüge ich also über ein frisch installiertes Windowssystem und damit auch prinzipiell über mehr Ansporn, mich wieder das ein oder andere Mal ins Internet zu begeben.
Von Mike bekam ich dann auch heute ebendort einen dezenten Hinweis darauf, daß ich ruhig mal wieder etwas bloggen (interessanterweise laut Dictionary Tool des Applebetriebssytems Tiger im Englischen ein intranistives Verb) könne. Und so tue ich denn nun auch das Dritte, wovon meine grenzenlose Fauhlheit mich abhielt: Ich verfasse einen Eintrag in diesem Journal. Dieses Journal ist sehr, sehr nachlässig behandelt worden; hätte ich jemals eine Stammleserschaft besessen, so wäre sie jetzt weg. Aber Mentalschnupfen ist nicht tot. Wenn sein Autor nur endlich seine zahlreichen Schreibhemmungen überwinden würde, so könnte Mentalschnupfen sogar vortrefflich blühen und gedeihen!
Und jetzt schreibe ich noch was: In die Einleitung und den Schlußteil einer wissenschaftlichen Hausarbeit gehört nichts inhaltliches, das nicht auch im Hauptteil zu finden wäre.
Und um mit meiner Weisheit heute keinen mehr ins Grab zu bringen, höre ich jetzt erstmal wieder auf!